Pegida zum Beispiel. Wer es noch nicht bemerkt hat: Im Netz treiben sich Trolle herum. Die haben nun eine gemeinsame Plattform, in Magdeburg trifft man sich beim Ableger Magida bei Facebook. Unappetitlich. Nicht, weil dort kritisch gedacht wird, sondern weil dort mit Kritikern umgegangen wird, wie es Diktatoren tun: Lächerlich machen, verunglimpfen, im Zweifelsfall (weg)sperren. Und viel zu viele Einträge atmen einen Ungeist, dessen Wiedererstehen wir in einem europäischen Land nicht gebrauchen können.
Bedauerlicherweise helfen weder Argumente noch Spott. Es handelt sich nämlich um eine Glaubensgemeinschaft, nicht um eine demokratische Opposition. Wissen hilft da bekanntlich nicht zwingend weiter. Lutz Bachmann, der Hohepriester der Gemeinschaft, sitzt in Dresden und saß wegen krimineller Aktivitäten im Knast. Das scheint jedoch in seinen Gläubigen keine Zweifel zu wecken. „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, was für ein irrer Titel. Passender wäre: „Nationalistische Deutsche gegen alles, was fremd oder links ist“.
Vorläufer der Facebook-Magidas war „Magdeburg wehrt sich“, inzwischen nicht mehr aktiv, was vermutlich durch einen sensibel ausgesuchen Farbton im Profilbild verdeutlicht werden soll.
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Ich bin aber mehr so für's Bunte.